Dienstag, Februar 07, 2006

Willkommen auf der Great Ocean Road

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Ok, der Anfang ist nicht so unglaublich great, aber ist ja auch ein bisschen unfair, gleich den ersten Kilometer fotografieren zu wollen. Obwohl ich zugeben muss, dass das schon etwas enttäuschend losging in Warrnambool. Ich wusste gleich nach dem Aufstehen, hier ist was faul. Sonnenschein, 25 Grad, ein Traumfrühstück in einem schnuckligen Cafe und dann die ersten 20 Kilometer auf einer verkehrsfreien Nebenstraße mit Rückenwind - da fragt der erfahrene Pessimist doch: "Wo ist der Haken?" Der Haken kam auf dem ersten Seitenwindabschnitt in Form von dunklen Wolken und einem gehörigen Schauer. Zum ersten mal nass, kein Ocean, nix great... um dieses Foto zu machen, muß man nun wirklich nicht nach Australien.

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Das kann ich auch im Juni kurz hinter Henstedt-Ulzburg haben:

Regen, Sturm, schwarzbuntes Vieh
Ein Mettwurstbrot in jeder Hand
Gescheites Wetter gibt's hier nie
Holstein Du mein Heimatland...

Wobei ich betonen muss, dass ich eben nicht aus Holstein stamme, sondern von Schalke, wo die Menschen so naturverbunden sind, dass sogar das Fußballstadion überdacht ist. Entsprechend unzufrieden war ich mit der regnerischen Gesamtsituation auf der bis dahin recht ozeanarmen Road.
Aber, diesmal war der Wind mein Freund. Wie immer Sturm, aber diesmal schön von schräg hinten, hat er erst mich mit satten 35 Sachen Richtung Meer geblasen und dann zumindest den Regen beiseite.

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Richtig schön zu fahren und vor allem sehr kurzweilig, weil spätestens alle zwei Kilometer wieder ein "Scenic Lookout" gelockt hat.

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Hier die "London Bridge"-Formation. Ein paar Kilometer weiter dann das Highlight der Ocean Road, die zwölf Apostel

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Ja, ich weiß, dass das keine zwölf sind. Auf der anderen Seite stehen auch noch welche... außerdem war Judas unpässlich und Jakobus ist hinter dem Dicken versteckt. Gleich neben der Straße gibt's zu dieser "meistfotografierten Sehenswürdigkeit der Great Ocean Road" ein Visitorcenter und eine echte Versuchung. Auf der Wiese neben dem Parkplatz starten Helikopter-Rundflüge über die Felsen. Zehn Minuten 90 Dollar sind nicht eben ein Schnäppchen, aber ich muss gestehen, dass diesmal meine Angst sogar noch größer als mein Geiz war... bei bummelig sieben Windstärken hat mein Fahrrad schon hinreichend geschaukelt.
Also hab ich mich noch sieben Kilometer weiterpusten lassen und Princetown angesteuert. Wieder mal so ein Ort, bei dem das "town" im Namen einem eher weitgefassten Realitätsbegriff entspringt - und als Krönung heißt die einzige Kneipe "Talk of the Town" - na Kunststück...

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Für die Nacht reicht's und morgen folgt Teil zwei der Great Ocean Road, der erstmal vom Ocean in die Berge führt. Zweimal rauf, zweimal runter bis Apollo Bay.

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3 Comments:

Blogger heläne said...

...schön...

7. Februar 2006 um 13:53  
Anonymous Talpf said...

Sieht bissel aus wie an der Algarve - sehr schön.

Ich denke, die 12 Apostel waren wohl mal vollständig, aber im Laufe der Zeit sind sie vermulich der Erosion zum Opfer gefallen.

Talpf

10. Februar 2006 um 13:04  
Blogger abaelard said...

Algarve...pffft :-)

In der Tat waren da mal mehr Apostel. Naemlich neun, bis es letztes Jahr im Juni in der Brandung einen zerlegt hat. Da war'n es nur noch acht. Ich hab den Verdacht, zwoelf waren da nie - macht sich im Prospekt nur einfach besser "12 Apostel" zu schreiben, als "10 kleine Jaegermeister", hehe.

11. Februar 2006 um 06:29  

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