Dienstag, Januar 24, 2006

Das kann ja nun wohl echt nicht wahr sein...

Hätte ich mal gestern die Klappe gehalten von wegen "prima Wind" und so. Nun ist Feiertag für alle Schadenfrohen, denn was meint ihr, was der Wind heute nacht gemacht hat? Richtig: gedreht.
Beim Aufstehen denk ich noch: "Wieso ist das so düster da draussen?" - Komplett bewölkt. Und die Wolken bewegen sich so komisch... Aus dem vielversprechenden Westwind von gestern ist ein richtig knackiger, kühler Ostwind geworden. Also erstmal Armlinge anziehen, später sogar noch ne Jacke, und dann erstmal eine Stunde von der Küste immer bergauf bis zur Abzweigung nach Victor Harbour. Und dann immer gegen den Wind 40 Kilometer über die Hochebene.

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Ganz schön verblasen hat's mich da - und sogar ein paar Tropfen Sprühregen gab's im Angebot. Am Ende war dann aber alles doch nicht so furchtbar, wie es zuerst aussah. Ging halt sehr langsam und sogar die Abfahrten waren anstrengend gegen den Wind, aber schließlich hab ich doch noch die andere Seite der Halbinsel erreicht.

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Von da aus nur noch volles Rohr bergab zum Strand, der bei dem Wind irgendwie an die Nordsee erinnert hat.

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Und als ich schließlich nach 75 Kilometern in Victor Harbour ankomme, was ist da? Kirmes...

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Und dazu natürlich auch 1a-Kirmesmusik: Volles Rohr Scooter - man kann gar nicht weit genug verreisen...
Mal sehen, was es in dem Örtchen noch so zu sehen gibt. Zumindest ein Internet-Cafe sollte drin sein, und vielleicht schaff ich's noch rechtzeitig, das South Australian Whale Center zu besichtigen. Immerhin haben die Leutchen von Victor Harbour eine amtliche Walfang-Geschichte zu erzählen. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab's hier ein paar Walfang-Stationen, weil sich von Juni bis September direkt vor der Küste die Wale treffen um erst Ferkeleien und dann kleine Wale zu machen. Diesem munteren treiben haben die Walfänger dann fast komplett ein Ende gemacht. Knapp 3000 "Southern Right Whales" sollen noch am Leben sein. Sollte sich das mit dem heftigen Wind ncoht geben, werd ich die morgen auch noch ausrotten. Vielleicht hilft's.
Andererseits ist mrogen eh ein hlaber Ruhetag. Nach Strathalbyn sind's schlappe 50 Kilometer von hier. Die sollten auch mit Gebläse zu schaffen sein.

3 Comments:

Blogger Buŋgawa said...

das ist doch mal wieder leiden auf höchstem niveau...während für die menschheit hierzulande der unterschied zwischen büro und tiefkühltruhe immer mehr verschwimmt und die finger an der tastatur festfrieren, stört sich jemand doch tatsächlich an einer leichten brise und einem hauch von nieselregen...aber wahrscheinlich eh nur ein ablenkungsmanöver...
die wahrheit kommt aber langsam ans licht:
abaelard ist offensichtlich mitglied einer hamburger cylistenbande mit dem namen stoertebiker, von denen 2 derzeit einen internen wettbewerb in extreme-biking und extreme-blogging-austragen...

usa gegen ausi

hier radelt/blogged die konkurrenz:
usa

aber der konkurrent geht da ganz anders ran...kein gejammer über leichte winde sondern richtig harter stoff: Die jüngste etappe trägt den titel "Gefangen in der Hoelle von San Diego"
und handelt von einem kettenmassaker.
kommentar von konkurrent abaelard dazu (natürlich mit leichtem besserwisserunterton):
"Ei, wie aergerlich. Sowas wie mit der Kette passiert aber auch garantiert nur, wenn man keinen Nieter dabei hat.. "

24. Januar 2006 um 12:57  
Anonymous Anonym said...

Na, abaelard, melde ich mih auch ml au deinem blog. Von den temperturen her, moechte ich nicht unbedingt tauschen. da fahr ich doch lieber zwei berge mehr rauf, als bei 40 grad zu fahren. Aber morgens bei gerae mal 5 grad und ohne ueberschuhe ist nicht gerade angenehm. ich wuensch dir noch viel spass und gute Reise.
Dany

24. Januar 2006 um 17:05  
Blogger abaelard said...

Hahaha, ich gegen Dani radlen... Man vergleiche mal die Distanzen, von denen da die Rede ist... meine ersten drei Tagesetappen schnupft der zum Fruehstueck... Ausserdem war das keine Besserwisserei. Ist doch klar, dass nie was kaputt geht, fuer das man Ersatz oder Werkzeug dabei hat. Regnet ja auch nicht, wenn man den Schirm in der Hand hat, hehe.
Jedenfalls die besten Wuensche von Kontinent zu Kontinent. Wie kommt das eigentlich, dass wir das ganze Jahr in Hamburg hocken und auf einen Schlag ueber die Welt verteilt sind... noch jemand in Afrika unterwegs? ;-)

25. Januar 2006 um 06:08  

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